Femurkopfresektion

NerinaNerina 1 ist mein eigener Hund. Sie ist 10 Jahre alt, und ist mit ca. 5 Jahren zu uns gekommen.

Nerina hat sehr wahrscheinlich in Italien vor Ende ihres Wachstums einen Autounfall gehabt. Da sie auf der Straße lebte, hatte sie natürlich keine Familie, und niemand der sich ihrer Verletzung annahm und versorgte. Sie kam dann irgendwann, wahrscheinlich 2009 in ein italienisches Tierheim und wurde dann 2012 von uns adoptiert.

Das sie Probleme mit dem linken Hinterlauf hatte, fiel nicht sofort auf, im Tierheim hatte auch niemand etwas bemerkt. Bei so vielen Hunden dort auch nicht verwunderlich.

Mir war dann schnell klar (ich sehe ja viele Hunde mit Gangproblemen), dass hier was nicht stimmte. Nach einiger Eingewöhnungszeit ging ich zum Tierarzt und ließ sie röntgen. Der Befund war nicht ermutigend. Ihr Oberschenkelkopf (Femur) war nicht richtig ausgewachsen.

Wahrscheinlich durch den Unfall im Wachstum ausgelöst. Der Femurkopf passt überhaupt nicht in die Hüftpfanne. Außerdem hatte sie, wie man auf dem Röntgenbild sieht, eine alte Fraktur am Oberschenkelknochen, NerinaVorOP sder nicht in der physiologisch richtigen Stellung stand, sondern irgendwie zusammengeheilt war.

(Ein Klick auf die Bilder öffnet sie in groß)

Der Oberschenkelkopf (Femur) war kein intaktes normales Knochengewebe, sondern bröselte immer mehr auseinander, da Dieser nicht mehr durchblutet wurde. Es war abzusehen das wir irgendwann nicht mehr um eine OP herumkommen würden. Diese bröseligen Teilchen rieben jedes mal beim Laufen und verursachten im Laufe der Zeit immer größere Schmerzen. Trotzdem konnten wir das Ganze noch bis 2017 hinauszögern. Da wir keine Schmerzmittel geben wollten, haben wir regelmäßig Blutegel angesetzt.

Dann mussten wir feststellen, das sie immer schlechter lief und ihr die Schmerzen auchNerinaNachOP s die Lust am Laufen nahm.

Wir ließen Nerina operieren. Der Oberschenkelkopf, der Teil also der normalerweise in die Hüftpfanne passt und das Hüftgelenk ausmacht, wurde entfernt. Somit war natürlich kein Gelenk mehr vorhanden.

Nach der OP lief Nerina zunächst nur auf 3 Beinen. Es muss sich in der "Lücke" die durch die Operation entstanden ist, neues Bindegewebe bilden. Das dauert natürlich eine gewisse Zeit.

Bis die Fäden nach 10 Tagen gezogen wurden, hat sie keine Anwendungen bekommen, nur zwischendurch mal Massagen für Ihren Rücken, der durch die "3beinige" Belastung verspannt war.

Nach 10 Tagen begannen wir dann mit dem Unterwasserlaufband. Die Muskulatur und das Bindegewebe muss die die Funktion des Gelenkes übernehmen. Gute Muskulatur ist das A und O für die Zukunft.

Hier ein Video 8 Tage nach der OP:

Auf dem Unterwasserlaufband konnte sie schmerzfrei das Bein benutzen und die Muskeln aufbauen.
Nerina`s Therapie bestand aus 3 x die Woche Unterwasserlaufband mit steigenden Laufzeiten und zusätzlich Massagen für den Rücken und die Vorderhand, da diese Strukturen natürlich überlastet und verspannt waren. Von Woche zu Woche benutzte sie ihr operiertes Bein mehr. Wir haben diese Therapie ca. 6 Wochen durchgeführt, bis sie ihr Bein wieder voll benutzte.

Hier ein Video 16 Tage nach der OP (3x Unterwasserlaufband) :

 

Hier ein Video 8-9 Wochen nach der OP :

Heute (nach 12 Monaten) läuft sie wieder als wenn fast nichts gewesen wäre.

Die Unterwasserlaufband Therapie setzen wir weiterhin fort. Einmal die Woche steht Laufen im Wasser an. Das wichtigste ist das die Muskulatur erhalten bzw. verbessert wird, gerade bei älteren Hunden wichtig

Ferner sollte man das Gewicht im Auge behalten, Übergewicht ist Gift für die Gelenke, nicht nur im Falle dieser OP sondern immer.

Kleiner Tip aus der Ernährungsberatung:

  • Reiskeimöl als Futterzusatz fördert die Bildung von Muskulatur.
  • Wenn Muskeln aufgebaut oder erhalten werden soll: Kein Trockenfutter, sondern rohes oder gekochtes Fleisch.
  • Vitamine, Mineralien, etc. nicht vergessen. Futterzusätze helfen dabei

 

 
 

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