Malou ex Lucky

Lucky - unser neuer Pflegehund aus Bosnien. Lucky

(English Version klick here)
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Zum Update 15.09.17

Lucky ist etwa 2-3 Jahre alt und lebte auf der Straße in Bosnien.

Ein richtiger Strassenhund.

Anfang März 2017 wurde sie von Hundefängern auf eine ziemlich brutale Art und Weise eingefangen. Zu dem Zeitpunkt war sie trächtig und hat nach dieser Aktion (es gibt auch ein Video davon, was ich hier aber nicht zeigen möchte) alle ihre Welpen verloren.

Seit dieser Zeit benutzt sie auch ihr rechtes Hinterbein nicht mehr, es muss verletzt worden sein.

Durch Elvira (danke) bin ich auf die FB Gruppe "Help Caki dogs find homes" aufmerksam geworden.

Da ich hier intern alle Möglichkeiten habe ihr zu helfen, haben wir uns entschlossen (ja - mein Mann macht sowas mit) sie zu holen und hier wieder fit zu machen.

Was soll man einer Tierschutzorganisation in Bosnien raten. Es geht dort einfach nicht.

Es gibt noch dieses Röntgenbild unten wo man sehr schön sieht, dass auch noch eine Kugel in Ihrem Bein steckt. Wie lange schon, weiß keiner.

Nach einem langen Transport ( Bosnien - Dänemark - Bayern) von 44 Stunden kam sie endlich am Sonntag (16.4.17) bei uns an.

Sie ist total durcheinander und extrem ängstlich.

Sie frisst aber gut und schläft extrem viel. Nach jetzt 2 Tagen wird sie auch schon munterer und kommt aus Ihrer Box raus.

Sie braucht erstmal viel Ruhe und Zeit anzukommen, dann werden wir überhaupt erst mit den Untersuchungen anfangen können.

Aber sie ist stark und wird es schaffen smiley kiss

 

 Die ersten Bilder nach 2 Tagen

 

 Ein erstes Video(sie sucht Würstchen) :


Update 23.04.2017:

Heute ist es genau eine Woche her,  nachdem Lucky bei uns eingezogen ist.
Sie ist immer noch sehr sehr ängstlich und lässt sich nicht anfassen, nimmt keine Leckerlis aus der Hand, geschweige denn, dass sie an der Leine in den Garten oder Gassi geht.
Sie wird aber neugieriger, schaut sich im Haus um, und ganz Straßenhund plündert sie den Müllsack.
Wir fanden das sehr toll, wer Interesse zeigt wird mutiger.
Heute habe ich ihr eine leichte Leine anlegen können und habe sie auch etwas streicheln können. Sie hat sich entspannt und scheinbar genossen.
Woher soll sie das auch kennen und wissen, dass wir ihr nichts Böses wollen.
Wegen dem Bein sind wir leider noch nicht weiter, da es so nicht möglich ist, sie zum Tierarzt zu bringen. Aber das kommt schon.

Jeden Tag einen kleinen Schritt nach vorne und wir kommen zum Ziel.

Update 01.05.2017:

Lucky ist jetzt 2 Wochen bei uns. Sie ist nicht agressiv, geht aber auch nicht auf die anderen Hunde zu.
Eigentlich ist sie da und versucht nicht zu stören.
Als Lieblingsplatz hat sie sich das Sofa ausgesucht. Wir lassen sie auch, obwohl sonst noch nie ein Hund darauf durfte. Sie braucht dieses Wohlfühlgefühl um sich zu öffnen. Wir konnten ihr auch schon das Halsband anlegen und ein Geschirr.  
Was sie aber gar nicht mag ist eine Leine (anleinen geht noch).
Sowie Zug auf die Leine kommt wird sie panisch und versucht die Leine durchzubeißen oder wehrt sich dagegen.
das werden wir also in ganz kleinen Schritten üben müssen und es wird viel Zeit brauchen.
Was die ganze Sache etwas kompliziert macht: Sie nimmt keine Leckerli. Man kann sie also nicht mit den schönesten und leckersten Sachen locken und auch für einen guten Schritt belohnen.

Wir sind also schon einen kleinen Schritt weiter, haben aber noch viele Schritte vor uns.

 

Update 05.05.2017:

Endlich habe ich es geschafft mit Lucky zu meiner Tierärztin zu fahren. Es war für den Hund großer Stress, aber irgendwann mußte es mal sein damit wir Klarheit haben was wir machen können.
Es wurden einige Röntgenaufnahmen von Ihrem Bein gemacht.

Zu der Diagnose:  HundBein

Sie ist jünger als gedacht, maximal 1,5 Jahre.
Sie hat noch eine Kugel auf der anderen Seite im Körper.

Aber zum Wichtigsten:

Das Sprunggelenk des rechten Beines muss ihr bei dem Einfangen durch die Hundefänger gebrochen worden sein. Da dies so lange her ist und nicht versorgt wurde, ist es schief zusammengewachsen und mittlerweile verknöchert. Der junge Körper hat versucht sich selber das Gelenk zu stabilisieren, daher die Verknöcherung. Da es aber nicht so zusammengewachsen ist wie es physiologisch gehört, und passend dazu die Pfote auch noch eine Fehlstellung gebildet hat, kann sie es nicht benutzen. Sie wird wohl ziemliche Schmerzen haben, wenn sie versucht die Pfote auf den Boden zu setzen.
Das Sprunggelenk ist wohl nicht zu retten, aber die Idee ist es, das Sprunggelenk zu versteifen und die Pfote wieder in die richtige Lage zu bringen. Dann könnte sie den Fuß beim langsamen Gehen und Stehen normal benutzen.
Ob es so operiert werden kann ist sehr fraglich. Meine Tierärztin (Chirurgin) hat Kontakt mit einer sehr guten Tierklinik aufgenommen, wo es ein gutes Team für sowas gibt, um zu erfragen ob, wann und zu welchen Kosten es dort machbar ist.

Wir haben uns aber entschieden, es auf jeden Fall nicht gleich machen zu lassen, da wir erst den Kontakt zu ihr brauchen. Sie wird viel Nachsorge benötigen und das geht nur, wenn sie uns angstfrei akzeptiert. Es spielt aber auch keine Rolle wann es gemacht wird, da der Endzustand erreicht ist und Nichts durch eine schnelle Operation gerettet werden kann. Dafür ist es leider zu spät.

Update 15.09.2017:

Das wichtigste zuerst. Lucky bleibt. Wir geben sie nicht mehr her, sie passt einfach zu unseren beiden Hunden aus Italien. Es wäre für den Hund auch nicht gut, wenn sie wieder das Zuhause wechseln würde. Sie hat zu uns jetzt einigermaßen Vertrauen gefasst,und es wird auch noch einige Zeit dauern bis sie ihr Misstrauen abgelegt hat, aber wir arbeiten weiterhin daran.
Die Zeit die sie dafür braucht bekommt sie. Wir haben uns entschlossen ihren Namen zu ändern. Neues Leben, neuer Name. Sie heißt jetzt Malou. Malou bedutet auf Hawaii "mit Friede", das fanden wir für sie passend.

Malou( Lucky) ist jetzt schon ca. 5 Monate bei uns. Sie hat riesige Fortschritte gemacht. Sie geht gerne mit Gassi und ist nicht mehr ganz so ängstlich wie zu Anfang.

Was ihr immer noch große Probleme macht ist das Anleinen. Auch wenn sie sich sehr freut mitgehen zu dürfen, läuft sie vor mir davon. Aber zu guter Letzt gewinne ich und leine sie an.

Dann ist das Schlimmste überstanden. Das Fahren im Auto musste sie auch erst lernen, zu Anfang große Panik, aber nach einigen Trainingsfahrten klappt das auch sehr gut.

Das ganze war nötig, da wir nach München in eine Tierklinik fahren mussten um ihren Fuß noch einmal anschauen zu lassen. Leider ist ihr Sprunggelenk nicht mehr zu retten. Es ist vollkommen steif, und sie kann es nicht mehr benutzen. Schlimmer aber ist, das durch das lange schonen, der Muskel im Unterschenkel so extrem verkürzt ist das sie das Bein nicht mehr strecken kann.

Man hätte viel eher mit der Nachsorge beginnen müssen, aber auch bei mir ist es seit ca. 6 Wochen erst möglich sie anzufassen und zu behandeln.

Ich versuche jetzt täglich durch manuelle Therapie den Muskel zu dehnen, aber nach der langen Zeit ist es fraglich ob das noch möglich ist. Aber ein Versuch ist es wert. Wenn mir das in den nächsten Wochen nicht gelingt werden wir sie operieren lassen. Der Muskel wird dann durchtrennt, in der Hoffnung das sie das Bein dann wieder benutzen kann.
Bis dahin therapieren wir einfach weiter. smiley smile

Hier ein kleines Video über ihre Fortschritte:

Und ein paar Bilder von Malou:

Anfahrt

Um Ihnen die Anfahrt zu erleichtern, hier eine Hilfe mit Google Maps.

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